Ankunft

Wie auch die deutsche Bahn ist Air Maroc wohl nicht für seine Pünklichkeit bekannt. Zuerst saßen wir acht Freiwilligen über eine Stunde in Frankfurt in unserem Flugzeug, wofür uns aber kein Grund genannt wurde. Die Verspätung von über einer Stunde wurde dann aber durch das kostenlose Essen im Flugzeug wieder wett gemacht. Nach ungefähr 4 Stunden Flugzeit und den Unterhaltungen mit einigen charmanten Marrokanern, landeten wir gegen 23 Uhr in Casablanca, wo ersteinmal die Suche nach etwas essbarem begann. Um 2:30 nachts, und auch wieder mit einer Stunde Verspätung starteten wir Richtung Accra. Diesmal allerdings leider zu müde zum Essen, verschlief ich meine weitere kostenlose Mahlzeit. Als wir in Accra landeten war das aber schnell vergessen und es musste das Gepäck abgeholt, sowie die Gelbfieberimpfung und Passkontrolle bewältigt werden. Nach vielen „Welcome to ghana“s , traten wir hinaus in die Wartehalle, in der auch schon einer der Organisationsleiter wartete, zu einem großen Glück für die 6 Freiwilligen, die nach Agona Swedro wollten, allerdings nicht so schön für uns 4 Kumasi Leute, die allerdings nach einigen Telefonaten auch ihrer Abholerin gegenüberstanden. Die Schwester unseres Projektleiters, Safoorah, brachte uns mithilfe von 2 Taxis zum Busbahnhof in das Innere von Accra. Entgegen unserer Erwartungen, dass wir dort direkt mit einem Bus abgeholt werden, warteten wir knappe 2 ½ Stunden, bis wir endlich im Bus nach Kumasi saßen. Safoorah, eine sehr herzliche und offene Frau, die uns noch mit Wasser und Keksen versorgte und uns von ihren 3 Kindern erzählte, musste sich leider von uns verabschieden. Gespannt aber auch komplett übermüdet saßen wir vier nun im Bus und wussten nicht was uns erwartet. Natürlich auch etwas überfordert mit der Gastfreundlichkeit und der Offenheit, wie die Ghanaer uns begrüßten und mit uns redeten. Sowie mein Sitznachbar, der wie sich rausstellte einige Zeit in Italien gelebt hatte, sofort bereit war uns mit unserem Gepäck und der Suche nach unserem Abholer zu helfen. Als wir dann gegen 15 Uhr in Kumasi ankamen, stand auch schon Ernest Junior, der Sohn unseres Projektleiters bereit und brachte uns zu unserer Unterkunft. Überall auf der Straße sah man Menschen, Verkäufer mit Kisten auf dem Kopf, einer mit einer Nähmaschiene und überall bunte Gewänder und Kleider. Die Verkäufer tummelten sich überall zwischen den Autos und boten dir neben Essen, auch Handytarife und Schaumstoff an. Nach über 24 Stunden Reise trafen wir endlich in unserer Gastfamilie ein, wo wir von Mary (unserer Gastmutter) und Ernest (unserem Gastvater) begrüßt wurden. Wir wurden über den Hof hinter das Haus geführt, dort befinden sich die zwei „Flats“, die Freiwilligenhäuser. Angekommen, Gepäck abgestellt und direkt ins „Mainhome“ um die restlichen Leute kennen zu lernen. Neben den Gasteltern, haben wir bisher noch 3 der Kinder kennen gelernt, sowie ein Mädchen, Angela, das Mary beim Kochen hilft und zwei weitere Mädchen, namens Mary und Gifty, welche beim Haushalt und beim Kochen helfen, dafür wird es ihnen ermöglicht zur Schule zu gehen, welche hier für die meisten Bewohner zu teuer ist. Die zwei Mädchen gelten hier als Haushaltshilfe und müssen praktisch alles erledigen, daher hört man die Worte „Mary, Gifty, Brah“ sehr häufig, was so viel bedeutet wie komm. Nach kurzen Chats, wurden wir mit Essen verwöhnt, zum Anfang allerdings eher nicht so traditionelle Kost, gab es ganz einfach Reis mit Gemüse, Tomatensoße und paniertem Fisch. Sehr lecker!!!

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  1. Avatar von Unbekannt

1 Comment

  1. Liebe Grüße aus Bremen. Liebe Carmina, ich freue mich,von Dir zu lesen. Tja, Afrika ist eben besonders

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